ZuckerKids

Wir geben dem Süßen Saures!

Typ 1 und Typ 2: die Unterschiede

 

Typ 1 

Typ 2 

Häufigkeit in Deutschland

etwa 550.000

etwa 8 Mio bekannt (2008), hohe Dunkelziffer

Manifestationsalter (Lebensalter)

Kinder und Jugendliche, seltener Erwachsene, aber keine Altersbegrenzung

Erwachsene (ab etwa 40 Jahre), in den letzten Jahren zunehmend auch junge Erwachsene, sogar Jugendliche

Hauptursachen

Genetische Prädisposition, Autoimmunprozess

Organisch: Zerstörung der Beta-Zellen

Ungesunder Lebensstil, vor allem mangelnde Bewegung, mit sich daraus entwickelnder Insulinresistenz und Adipositas; kann außerdem durch genetische Prädisposition begünstigt sein.

Auftreten/Beginn

akut bis subakut

meist schleichend

Symptome

Insulinmangelsyndrom: Polydipsie (Hyperosmolarität erhöht den Durst), Polyurie (osmotische Diurese bei Überschreiten der Glukose-Nierenschwelle), Gewichtsverlust, Müdigkeit, Ketoazidose

häufig keine Beschwerden, es kommt seltener zu schweren Stoffwechselentgleisungen, aber häufiger zu schweren Makro- und Mikroangiopathien sowie Neuropathien

Körpergewicht

normalgewichtig oder Gewichtsabnahme (bei Insulinmangel ist der Fett- und Glykogenaufbau eingeschränkt)

häufig übergewichtig (Insulin ist meistens nur leicht vermindert bis vermehrt im Blut vorhanden, welches wiederum zu Heißhunger führt und Fettaufbau und Übergewicht fördert, was wiederum zu einer Downregulation und Insulinresistenz führt, ein Teufelskreis entsteht)

Insulinsekretion

vermindert bis fehlend

subnormal bis hoch, qualitativ immer gestört

Insulinresistenz

keine oder nur gering

oft ausgeprägt

Familiäre Häufung

gering

hoch (bei eineiigen Zwillingen über 90 %)

HLA-Assoziation

vorhanden

nicht vorhanden

Diabetesassoziierte Antikörper

bei Manifestation 90-95 %

keine

Stoffwechsel

labil

stabil

Behandlung

Schulung und Motivation, lebenslange Insulintherapie

Die Therapie erfolgt nach einem Stufenplan (Grob: mindestens 30 Minuten Bewegung täglich (mit daraus resultierender Gewichtsreduktion), orale Antidiabetika, u. U. Insulintherapie)

(Quelle: Wikipedia: Diabetes mellitus